Begleitende Berufsausbildung

Bubai im 12monatigen Elektronikkurs
Sharmila im Kosmetikkurs
Suchitra im Maschinstrick- und Nähkurs
Amir hat eine Ausbildung im Schweißen und arbeitet für unser 2. Kinderheim
Afroj hat ein eigenes Tuktuk bekommen, das er monatlich zurückzahlt
Sudir in seinem Taschenshop
Edrish beim letzten Dankebrief an seinen Paten
Pooja unterrichtet unsere Streetkids
Laxmi arbeitet bei Sari Bari und leitet in Kürze unsere Taschenproduktion
Gut ausgebildete Mädchen brauchen laut Xavier keine Mitgift

Workshops neben der Schule:

Um den Jugendlichen vielfältige Fertigkeiten und Kenntnisse für ihr späteres selbständiges Leben zu vermitteln, bietet Xavier schon während der Schule verschiedene Workshops an, für die sich die Jugendlichen je nach Interesse anmelden können.

Die Workshops dauern 6-12 Monate und schließen mit theoretischer und praktischer Prüfung und Zertifikat ab.

Bisher besuchten 15 Mädchen Deutsch-Kurse in einem Deutschen Sprachlerninstitut, 10 Burschen und 10 Mädchen einen Elektronikkurs, 12 Mädchen eine Kosmetikausbildung, 8 Mädchen einen Maschinstrick- und Nähkurs, 20 Jugendliche einen  Kurs für Handy-Reparatur und 5 Mädchen Tanzkurse in Kalkutta. Diese Mädchen unterrichten dann einmal wöchentlich im Kleinen-Mädchen-Haus.


Vocational Training Center / Technische Schule:

In unmittelbarer Nähe der Nalanda School entsteht auf einem weiteren Grundstück ein Vocational Training Center (Berufsausbildungszentrum) mit Werkstätten für 2- und 3 Rad-Mechanik, Schweißen, Lackieren, Elektriker- und Tischlerwerkstatt.

Ab dem Schuljahr Mai 2010- April 2011 werden die Schüler der 7. Klasse bereits eine Basis-Berufsausbildung neben der normalen Schulbildung erhalten. Die Ausbildungseinheiten in den einzelnen Werkstätten dauern je 12 Monate und schließen mit einer theoretischen und praktischen Prüfung und einem Zertifikat ab.

Diese vorgezogene Berufsausbildung kommt Kindern entgegen, die verspätet in die Schullaufbahn eingetreten sind und soll allen Jugendlichen helfen, nach dem Abschluss der Nalanda School durch die erworbenen Vorkenntnisse leichter einen externen Ausbildungsplatz zu finden.

Da von der 7. bis zur 10. Klasse verschiedene Ausbildungen absolviert werden können, sollten diese umfassenden Kenntnisse auch die Suche nach dem Arbeitsplatz erleichtern und eine gute Basis für das selbständige Leben bieten.

Seit Jänner 2010 arbeiten die Werkstätten Tischlerei, Schweißen und Lackieren bereits für die Ausstattung unseres 2. Kinderheims ZUKI 2 und produzieren Türen, Fenster und Betten.

 

Da das Grundstück an der „Hauptstraße“ in einem Marktgebiet liegt, sollen auch Arbeiten für die umgebende Bevölkerung durchgeführt werden und so ein gewisser finanzieller Rücklauf ermöglicht werden.

Wenn Jugendliche an den Arbeiten beteiligt sind, bekommen sie einen kleinen Betrag auf ein Konto gelegt, das sie nach dem Verlassen des Projekts übernehmen können.




Projekt erfolgreich abgeschlossen!

Die ersten 20 Jugendlichen haben ihre Ausbildung beendet und ihr selbständiges Leben begonnen.
Afroy Seikh ist schon verheiratet und arbeitet als Fahrer. Mit seinem eigenen Tuktuk, das er durch einen Mikrofinanzkredit kaufen konnte, verdient er dreimal soviel wie mit einem gemietetem Tuktuk und kann den Kaufbetrag in 4 Jahren zurückzahlen.



Sudir Bannerjee
hat nach 4 Jahren Ausbildung in Lederverarbeitung einen kleinen Shop im Markt neben der Nalanda School gemietet und verkaufte Handtaschen. Außerdem übernahm er Aufträge von Xavier, reparierte die Schultaschen der Kinder und nähte Moskitonetze. Heute arbeitet er in einem Tascheshop im Zentrum Kalkuttas.











Edrish Seikh
geht in die Highschool, 12. Klasse, und arbeitet nebenher in einem Call Center. Mit 10.000 rupees monatlich verdient er soviel wie ein fertiger Akademiker und kann sich seine weitere Ausbildung selbst finanzieren. Sein sehr gutes gesprochenes Englisch kommt ihm bei seinem Job zugute.











Pooja Das
hat ihre Ausbildung als Schneiderin beendet und arbeitet am Abend in unserem Projekt Streetwork mit, in dem sie, gemeinsam mit unseren Streetwork-Lehrern, Kindern auf der Straße Montag bis Freitag zwei Stunden lang Lesen, Schreiben und Rechnen beibringt. Auch sie ist nun selbständig.











Laxmi Das
hat ihre Schneidereiausbildung abgeschlossen und arbeitet in der erfolgreichen NGO Sari Bari, die auch vielen Prostituierten der Rotlichtviertel eine neue Einkommensquelle bietet und wunderschöne Taschen herstellt. Laxmi arbeitet ab sofort auch bei ZUKI mit und unterrichtet unsere großen Mädchen in Schneiderei und Handarbeit.

Weitere Absolventen arbeiten als Zweirad- und Dreirad-Mechaniker, Belüftungstechniker, Tischler und Fliesenleger, Schneiderinnen und im Callcenter.

Vielen Dank an alle unsere Paten, die diese Jugendlichen viele Jahre lang unterstützt und ihre Zukunft abgesichert haben!



SOS Indien
und Don Bosco haben bekräftigt, dass die Herkunft der Kinder bei der Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsprozess nur mehr eine untergeordnete Rolle spielt. Kenntnisse, Fertigkeiten und eine profunde Ausbildung sind der Schlüssel zum Erfolg.

Obwohl Mitgift ein aktuelles Thema ist und je nach Familiensituation 2000€ - 200.000€ betragen kann, ist Xavier der Ansicht, dass unsere Mädchen mit abgeschlossener Schul- und Berufsausbilung zum Familieneinkommen beitragen können und keine Mitgift mitbringen müssen. Eine Hochzeit ohne Fest und Goldschmuck ist allerdings undenkbar und ZUKI wird einen kleinen Beitrag leisten.