Hilfe für Straßenkinder

Ein Straßenkind im Rotlichtviertel Kalighat
Ankita mit ihrer Schwester Parmita ganz neu bei ZUKI
Firoj, Saruk und Saiarun mit Schuluniform in unserer englischsprachigen Nalanda School
Sunita in der 1. Klasse: Bengali-Unterricht
Samrat liebt seinen Reis mit Gemüsecurry
Unsere Plantage: Gemüse, Mangos, Bananen, Kokosnüsse

Herkunft und Betreuung: Der karitative Verein „Missionaries of the Word“ kümmert sich seit 1994 vorrangig um Kinder und Waisen aus den Rotlichtvierteln Kalkuttas, die dieses Milieu nicht aus eigener Kraft verlassen können und oft schon in jüngsten Jahren zur Arbeit geschickt, gewaltätig behandelt  oder sexuell missbraucht wurden. Schätzungen zufolge leben in Kalkutta 300.000 Straßenkinder.
Xavier Raj Arul hat viele Jahre mit Mutter Theresa zusammengearbeitet und betreut seit 1994 zusammen mit SozialarbeiterInnen und Pädagogen Straßenkinder aus den Rotlichtvierteln Kalighat, Tollygunge und Kiderpur, Kinder von den Straßen der Viertel Sealadh und Hazra  und aus der verarmten ländlichen Umgebung Kalkuttas.
Mit 29 Kindern beherbergt in einer Lehmhütte begann Xavier Raj im Frühjahr 2002 die Idee eines eigenen Heimes für schutzlose Slumkids im Kleinen zu verwirklichen.  Durch die Begegnung mit DDr.Gerhild Tanew, die darauffolgende Gründung von „Zukunft für Kinder – ZUKI“ und die ersten vergebenen Patenschaften konnten nach und nach weitere Kinder aufgenommen werden. Mittlerweile leben 230 Kinder in Sicherheit und Geborgenheit im „Projekt Kalkutta“, 20 Jugendliche haben bereits eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung und sind selbständig.
Die Patenschaftsbeiträge bekommen allen  Kindern gleichermaßen zugute und ermöglichen Unterkunft, gute Ernährung, medizinische Versorgung, Kleidung, Schulbildung und Berufsausbildung.

Aufnahme: Kinder, die von der Polizei abgegeben oder komplett allein gelassen auf der Straße gefunden werden, finden in unseren Heimen generell Aufnahme. Da wir nur eine bestimmte Anzahl an Heimplätzen zu Verfügung haben, hat sich Xavier Raj Arul zu folgender Vorgangsweise entschlossen: bedürftige Mütter, die ihre Kinder in seine Obhut geben wollen, können um einen Heimplatz ansuchen. Sie müssen allerdings zuerst auf die Behörde gehen, für das Kind eine Geburtsurkunde ausstellen lassen- nur dann wird es vom offiziellen Indien anerkannt und hat später die Chance auf einen Pass- und dann in unseren Heimen die Aufnahme beantragen. Sozialarbeiter überprüfen die Lebenssituation dieser Kinder und wählen dann mit Xavier die bedürftigsten aus. Diese werden jeweils im Jänner aufgenommen.

Psychologische Betreuung: Vier Psychologen betreuen die Kinder, helfen ihnen durch Spiel-, Kunst- und Gesprächstherapie ihre Traumata zu verarbeiten und positive Kontakte zur Gruppe zu entwickeln. Psychologische Tests (Persönlichkeits-, IQ- und Leistungstests) sind die Grundlage für die Förderung der Kinder im persönlichen und schulischen Bereich (Aufmerksamkeitsdefizit, Legasthenie), für die Ausbildung und Berufsorientierung.
Unsere Psychologen vermitteln auch sehr erfolgreich bei Konflikten zwischen Kindern oder zwischen Lehrern und Schülern in der Nalanda School.

Sprache: Alle Betreuer in den Häusern sprechen Bengali, die in Ostindien gebräuchliche Sprache und in den meisten Fällen auch Muttersprache unserer Kinder.
Das ist wichtig, damit sich die Kinder leichter eingewöhnen und bald zu Hause fühlen können. In jedem Haus gibt es auch englischsprachige Betreuer, die die Kinder von Beginn an sowohl in Bengali als auch in Englisch ansprechen, um sie in die Unterrichtssprache einzugewöhnen.
In unserer Nalanda School wird bereits ab dem Kindergarten auf Englisch unterrichtet, da sehr gute Englischkenntnisse die Chancen der Jugendlichen in der Berufsausbildung und in der Arbeitswelt wesentlich erhöhen.

Religion: Die Religion unserer Kinder entspricht dem indischen Durchschnitt. Die meisten sind Hindus, einige Moslems, nur 2 Kinder sind derzeit Christen. Religiöse Toleranz ist Xavier, der selbst Christ ist, sehr wichtig. Er feiert mit allen Kindern die großen Feste aller drei Religionen und erklärt den Kindern auch deren Bedeutung. Da es bei jeder Feier Kuchen gibt, hat die Offenheit allen Glaubensrichtungen gegenüber für die Kinder schon früh bestechende Vorteile- und bewirkt hoffentlich ganzes Leben lang dann eine größere Toleranz für das Andere.

Tagesablauf: Da unsere Kinder auf der Straße oder in den Armutsgebieten selten ein strukturiertes Leben kennengelernt haben, ist es sehr wichtig ihnen durch klare Regeln und einen geordneten Tagesablauf (LINK folgt) Sicherheit, Geborgenheit und das Verständnis für die Mechanismen unserer Gesellschaft zu vermitteln. Ordnung, Selbständigkeit und Hilfsbereitschaft, die Unterstützung der Kinder untereinander sind zentrale Werte und werden gelebt. Alle Unterstützer, die unser Projekt bereits besucht haben, sind beeindruckt von der Selbstständigkeit, sozialen Haltung, dem guten Benehmen, dem Lachen und der Herzlichkeit unserer Kinder.

Ernährung: Viele Kinder, die Xavier aufnimmt, sind unter- oder mangelernährt. Ausgewogene, gesunde Ernährung (LINK folgt) ist Xavier und uns daher besonders wichtig. Wir haben Milchkühe zur täglichen frischen Milchversorgung und eine Obst- und Gemüseplantage, die von den größeren Kindern in ihrer Freizeit oder auch zu Unterrichtszwecken bewirtschaftet wird. Seit unsere Schützlinge zweimal in der Woche ein Glas frischen Obstsaft bekommen, sind Infektionskrankheiten stark zurückgegangen.
Zur Essenszeit stellen sich alle Kinder mit ihren Tellern in eine lange Reihe und große Kinder helfen den KöchInnen bei der Essensausgabe. Nach der Mahlzeit waschen alle Kinder ihr Geschirr selbst ab.

Bitte helfen Sie und übernehmen Sie eine Patenschaft!
Schenken Sie "Zukunft für Kinder"!